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Altlastenverzeichnis

Altlastenverzeichnis

Bedeutung, Auskunft und mögliche Folgen

Ein Altlastenverzeichnis gibt Auskunft über Grundstücke, bei denen Altlasten bekannt sind oder ein entsprechender Verdacht besteht. Besonders bei ehemaligen Gewerbe- oder Industrieflächen kann eine solche Auskunft vor dem Kauf, Verkauf oder einer geplanten Bebauung wichtige Hinweise liefern.

Was ist ein Altlastenverzeichnis?

Im Altlastenverzeichnis erfassen die zuständigen Behörden Flächen, auf denen Altlasten festgestellt wurden oder ein entsprechender Verdacht besteht. Dazu können beispielsweise ehemalige Deponien, Gewerbe- und Industrieflächen oder frühere Tankstellen gehören.
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Das Bundes-Bodenschutzgesetz unterscheidet dabei unter anderem zwischen Altlasten und altlastverdächtigen Flächen. Als Altlasten gelten bestimmte Altablagerungen und Altstandorte, durch die schädliche Bodenveränderungen oder andere Gefahren hervorgerufen werden. Bei altlastverdächtigen Flächen besteht dagegen zunächst ein entsprechender Verdacht.
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Ein Eintrag bedeutet daher nicht automatisch, dass tatsächlich eine schädliche Bodenverunreinigung vorliegt. Je nach Sachlage können weitere Untersuchungen notwendig sein, um den Verdacht zu bestätigen oder auszuräumen.

Welche Informationen enthält das Altlastenverzeichnis?

Welche Informationen verfügbar sind, hängt von der zuständigen Behörde und dem jeweiligen Grundstück ab. Erfasst sein können beispielsweise:
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// die Lage und frühere Nutzung einer Fläche,
// bekannte oder vermutete Bodenbelastungen,
// Ergebnisse bereits durchgeführter Untersuchungen,
// erfolgte oder notwendige Sanierungsmaßnahmen.

Damit können sich Eigentümer, Kaufinteressenten oder Bauherren ein genaueres Bild von möglichen Belastungen eines Grundstücks machen.

Eine Auskunft kann insbesondere dann sinnvoll sein, wenn die frühere Nutzung eines Grundstücks Fragen aufwirft. Das kann beispielsweise vor dem Kauf oder Verkauf einer Immobilie, vor einem Bauvorhaben oder bei konkreten Hinweisen auf frühere gewerbliche Nutzungen der Fall sein.

Gerade bei älteren Immobilien lässt sich anhand des heutigen Grundstücks nicht immer erkennen, wie die Fläche vor Jahrzehnten genutzt wurde. Eine behördliche Auskunft kann hier zusätzliche Klarheit schaffen.​

Wann ist eine Altlastenauskunft sinnvoll?

Wie kann ich das Altlastenverzeichnis einsehen?

Eine Altlastenauskunft wird bei der zuständigen Behörde beantragt. Um das Grundstück eindeutig zuzuordnen, können beispielsweise Adresse, Gemarkung und Flurstück benötigt werden.
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Für Grundstücke in Nordenham, Brake, Stadland, Butjadingen und der übrigen Wesermarsch ist der Landkreis Wesermarsch ein wichtiger Ansprechpartner für Fragen rund um Bodenschutz und Altlasten.

Je nach Einzelfall können für eine Auskunft weitere Angaben, Nachweise oder Gebühren erforderlich sein.

Welche Auswirkungen kann ein Eintrag haben?

Welche Bedeutung ein Eintrag tatsächlich hat, lässt sich nicht pauschal beantworten. Entscheidend sind unter anderem Art und Umfang einer möglichen Belastung sowie die geplante Nutzung des Grundstücks.
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Altlasten können beispielsweise Auswirkungen auf eine geplante Bebauung, den Wert einer Immobilie oder eines Grundstücks sowie auf notwendige Untersuchungs- und Sanierungsmaßnahmen haben. Auch bei einer Immobilienfinanzierung oder einem Eigentümerwechsel kann das Thema relevant werden.

Aus meiner Tätigkeit als Immobilienmakler weiß ich, wie wichtig vollständige Grundstücksinformationen für eine realistische Einschätzung einer Immobilie sein können. Bestehen konkrete Hinweise auf Altlasten, ist es deshalb sinnvoll, diese möglichst frühzeitig zu klären, anstatt erst während einer Finanzierung oder Immobilienvermarktung damit konfrontiert zu werden.

Altlasten beim Immobilienkauf und -verkauf

Eine bekannte Altlast bedeutet nicht automatisch, dass eine Immobilie nicht gekauft oder verkauft werden kann. Mögliche Belastungen sollten jedoch bei der Bewertung und bei der Kaufentscheidung berücksichtigt werden.
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Insbesondere mögliche Kosten für Untersuchungen, Sicherungs- oder Sanierungsmaßnahmen können Einfluss auf den wirtschaftlichen Wert eines Grundstücks haben. Bei bekannten erheblichen Belastungen können außerdem Aufklärungs- und Offenlegungspflichten eine Rolle spielen.
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Wer eine betroffene Immobilie kaufen oder verkaufen möchte, sollte die konkrete Situation deshalb fachlich und bei rechtlichen Fragen gegebenenfalls juristisch prüfen lassen.

In meinem ausführlichen Blogbeitrag erkläre ich Schritt für Schritt, wie und wo Sie das Altlastenverzeichnis einsehen können.

Häufige Fragen zum Altlastenverzeichnis

Bedeutet ein Eintrag automatisch, dass das Grundstück belastet ist?

Nein. Auch Flächen, bei denen lediglich der Verdacht auf eine schädliche Bodenveränderung besteht, können behördlich erfasst sein. Ob tatsächlich eine relevante Belastung vorliegt, muss gegebenenfalls durch weitere Untersuchungen geklärt werden.

Kann eine Immobilie trotz Altlasten verkauft werden?

Grundsätzlich ja. Entscheidend sind die Art und das Ausmaß der Belastung sowie mögliche Folgekosten. Diese Faktoren können unter anderem den Immobilienwert und die Kaufentscheidung beeinflussen.

Wer muss für die Sanierung von Altlasten bezahlen?

Das lässt sich nicht pauschal beantworten. Wer für Untersuchungs- oder Sanierungsmaßnahmen verantwortlich ist, richtet sich nach dem konkreten Fall und den gesetzlichen Voraussetzungen. Bei einer betroffenen Immobilie sollte die Verantwortlichkeit daher individuell geprüft werden.

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